Frei assoziiert

„In der Krise zeigt sich der Charakter“

Von Verteilungskampf und Triage im Corona-Winter 2020/21

Von Helmut Schmidt ist dieser schöne Satz überliefert, den er im Rückblick auf sein Management der schweren Sturmflut in Hamburg 1962 gesagt haben soll: “In der Krise zeigt sich der Charakter.” Er wusste, wovon er sprach.

Die letzten Monate waren eine ausgezeichnete Gelegenheit, um den Wahrheitsgehalt dieser Aussage hautnah zu erleben: im Spannungsfeld von generationsübergreifender Solidarität und abgrundtiefem Egoismus konnte man direkt oder indirekt sehr unterschiedliche menschliche Reaktionen auf die SARS-CoV2-Pandemie beobachten.

Mir selbst ist jüngst etwas sehr Bemerkenswertes passiert, was mich frappiert und auch ein bisschen erschreckt hat.

An Heiligabend bekam ich einen Anruf meiner Freundin Catherine, die eine hausärztliche Praxis führt und sich schon Anfang März 2020 als Corona-Ärztin freiwillig gemeldet hat. Diese freiwillige und höchst altruistische Meldung (siehe Thema „Charakter“) hat dazu geführt, dass Catherine das gesamte Jahr 2020 in jede Schule, jedes Altenheim und jeden Kindergarten in ihrer Gemeinde gehen und Abstriche machen musste, wenn es zu einem Ausbruch von SARS-CoV2 kam, während andere Kolleg*innen die ganze Sache eher gemütlich angingen und sich komplett weigerten, Corona-Abstriche durchzuführen. Sie war nämlich die einzige Ärztin der Kleinstadt, die sich für diesen Liebesdienst an der Gemeinschaft gemeldet hat.

Charakter-Exkurs No. 1: Von spontanem Altruismus

[Sowohl mein Hausarzt als auch meine Kinderärztin klagten mir jüngst ihr Leid, dass sie wegen der Pandemie ach so hohe Einkommensverluste erleiden müssten. Beide sind Corona-Vollverweiger*innen. Fun Fact: für ihre Verweigerungshaltung bekommen sie beide von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) eine Ausgleichszahlung für ihre Verluste. Ein Schelm, wer „Klientel-Politik“ dabei denkt.]

Nicht alle Ärzt*innen sind solidarisch und haben unseren Dank verdient. (Bild von Karolina Grabowska auf Pexels)

Nun hatte die Meldung als Corona-Ärztin noch den zusätzlichen Nachteil, dass sowohl die KV als auch das Gesundheitsamt Catherines Handynummer hatten. Und so bekam meine Freundin am heiligen Abend einen Anruf, der sie dienstverpflichtete (sic!) an Silvester (sic!) allein (sic!) ein Altenheim mit 145 Bewohner*innen und 30 Mitarbeiter*innen gegen diese neue Seuche zu impfen.

Nach einer kurzen Heulpause (nur zur Verdeutlichung: in den neuen Impfzentren rechnet man, dass eine Person pro Stunde sechs Menschen impfen kann – in diesem Tempo hätte Catherine circa 30 Stunden für diese Aktion gebraucht) rief sie mich an und fragte, ob ich ihr helfen könne. Und da ich jahrelang niemandem mehr eine Nadel in den Oberarm gesteckt habe und mich von Zeit zu Zeit eine nostalgische Sehnsucht nach diesen und vergleichbaren Tätigkeiten überkommt, sagte ich sofort zu, ohne nach den Konditionen zu fragen. Klar helf ich meiner Freundin!

Und mein bisweilen etwas überambitioniertes Ich-Ideal hatte auch direkt den theoretischen Überbau zu dieser Aktion parat: der Gesellschaft etwas zurückgeben, Bürger*innenpflicht, ärztliches Ethos, das volle Programm. Kurz: ich war on fire und habe sogleich eine passende Spotify-Playlist erstellt.

An Silvester kam ich gut gelaunt im Altenheim an, bekam jedoch zügig einen Dämpfer. Musik konnte ich mir abschminken. Es hatte sich nämlich ein weiterer, uns bis dato unbekannter hausärztlicher Kollege – nennen wir ihn Dr. Evil (zur weiteren Erklärung dieses Decknamens gerne nochmal die alten Austin Powers Filme gucken) – in die Impfaktion eingezeckt. Er hatte seine Frau (Ärztin), seine Tochter (Ärztin) und noch diverse Damen aus dem Praxispersonal im Gefolge. Da er der einzige anwesende Mann war, tat er, was Männer über 60 gerne tun: er nahm das Ruder (gegen alle Widerstände) in die Hand und mansplainte uns fröhlich, was zu tun sei.

Charakter-Exkurs No. 2: Man hätte es ahnen können

[Dr. Evil gehört zu den Kolleg*innen, die es unzumutbar fanden, sich am Testen der Bevölkerung zu beteiligen. Er hatte in 2020 nicht einen Abstrich gemacht und nicht einen Hausbesuch bei an Covid erkrankten Patient*innen. Durch Vitamin B zur KV hatte er sich jedoch diesen Job geangelt.]

Ich impfe nur mich selbst: Dr. Evil und seine Scherg*innen.
(Bild von Mohamed Hassan auf Pixabay)

Und so bestimmte er, dass er und die Gattin „zu alt“ (ergo: zu gefährdet) seien, um selbst zu impfen, und setzte sich mitsamt seinen Helferinnen an den Tisch, wo er begann, die Impfdosen in Spritzen aufzuziehen.

Es wird niemanden überraschen, dass die allererste Spitze des Tages im Oberarm des Dr. Evil versenkt wurde und die zweite im Arm seiner Frau. Erst dann machte man sich daran, die Versorgung der alten Menschen zu planen, für die man vorgeblich angereist war.

Catherine, ich und die höchst unsympathische Tochter des Patriarchen wurden zum Impfen auf die Stationen geschickt. Da meine Freundin und ich sieben von acht Stationen mit Impfungen versorgten, bleibt ein weiteres Rätsel des Tages, was genau die olle Tochter eigentlich die ganze Zeit getrieben hat. Trödelei und Drückebergerei sind jedoch angesichts der folgenden Ungeheuerlichkeit jedoch lässliche Sünden.

Von Überfüllung und offizieller Zulassung

Um zu verstehen, welch teuflischen Plan Dr. Evil ausgeheckt hatte, muss ich eine technische Besonderheit erklären: der von uns eingesetzte Impfstoff Comirnaty wird in sogenannten Multi-Dosis-Ampullen geliefert. Die Firma Biontech/Pfizer garantierte initial, dass fünf Impfdosen pro Ampulle enthalten seien. Es ist inzwischen bekannt, dass es mindestens sechs sind, weil die Firma die Flaschen aus technischen Gründen überfüllt hat. Seit dem 8. Januar gibt es dafür sogar eine offizielle Zulassung von der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA.

Diese Zulassung hatten wir am 31. Dezember natürlich noch nicht. Aber wir hatten ein Medizinstudium hinter uns und gesunden Menschenverstand zur Hand der sagt: in der Ampulle befindet sich eine Lösung, die überall die gleiche Konzentration hat. Deswegen ist die erste von der dritten oder sechsten Dosis nicht zu unterscheiden. Außerdem ist bekanntermaßen der Impfstoff knapp, also holen wir alles aus den Ampullen raus, was wir kriegen können.

Gesunder Menschenverstand? Fehlanzeige.

Damit kamen wir aber bei Dr. Evil nicht weiter. Er weigerte sich kategorisch, uns die sechste Dosis zur Impfung der alten Menschen auszuhändigen und bereitete akribisch Behältnisse vor, die jeweils nur fünf Impfdosen enthielten. Da wir auf den Stationen ziemlich beschäftigt waren, bekamen wir nicht mit, was mit der sechsten Dosis passierte.

Diese verimpfte der Riesenarsch (sorry, aber diese Psychohygiene muss gerade sein) nämlich hinter unserem Rücken an Freund*innen und Günstlinge seiner Familie. Die – inzwischen vorliegende – Liste seiner Schandtaten offenbart, dass es sich überwiegend um Menschen ohne altersbedingtes Risiko, aber mit hohem Sozialprestige handelte. Der Polizeipräsident einer Nachbarkommune. Ein Oberstaatsanwalt. Ein hoher Beamter der Feuerwehr. Alle noch im aktiven Dienst, also unter 65 Jahre alt. Und alle ohne direkten beruflichen Kontakt zu Menschen, die eine Covid-Erkrankung haben.

Als wir endlich merkten, dass es regelhaft eine sechste Dosis gibt, hatte Dr. Evil bereits 22 (!) Spritzen verteilt und bot Catherine und mir gnädig fünf Impfdosen zur freien Verfügung an. Die gingen dann an uns und an das Praxispersonal meiner Freundin. (Alle fünf haben wir täglichen Kontakt zu vulnerablen oder bereits an Covid erkrankten Patient*innen).

Der dünne Lack der Zivilisation

Erst an diesem Punkt wurde mir klar, welches Privileg es war, diese Impfung zu erhalten. Und welcher Verteilungskampf bereits tobte, wenige Tage nachdem die Impfung gestartet war.

Ich bin in manchen Dingen ein ziemlich naiver Mensch. Von der Heimtücke und Bösartigkeit meiner Mitmenschen bin ich immer wieder aufs Neue überrascht und entsetzt, weil sich manches schlicht meiner Vorstellungskraft entzieht.

Aber der Lack der Zivilisation ist anscheinend trotz jahrhundertelanger Domestikation unserer Spezies, trotz Aufklärung und Demokratie nur eine dünne Schicht, die auf den Trieben der Menschen liegt und bei Bedarf schnell Risse kriegt.

Mich erschreckt daran vor allem, dass bereits eine vergleichsweise harmlose Erkrankung wie Covid-19 zu einer solchen Ellenbogenmentalität führt. Was wäre wohl los, wenn Ebola pandemisch würde?

Charakter-Exkurs No. 3: Von der Triage

[Ich möchte klarstellen, dass ich es moralisch überhaupt nicht schlimm finde, die übrig gebliebenen Dosen zu verimpfen. Alles ist besser als wegschmeißen. Aber ich verlange, dass die Verteilung offen diskutiert wird und nach transparenten Kriterien verläuft.

Denn bei der Frage, wer diese Impfungen erhalten soll, handelt es sich um einen ethischen Konflikt, der in den letzten Monaten unter dem medizinischen Begriff „Triage“ auch in der öffentlichen Diskussion immer mal auftauchte, allerdings in einem anderen Zusammenhang.

Intensivmediziner*innen fordern seit März eine breite gesellschaftliche Debatte und eine ethische (sowie politische) Unterstützung bei der Frage ein, wer denn nun zu retten sei, wenn die Beatmungsplätze oder die Medikamente knapp würden. Mit in meiner Wahrnehmung nur wenig Resonanz und dem Ergebnis, dass Ärzt*innen mit diesen Entscheidungen weiterhin ziemlich allein gelassen werden. Der deutsche Ethikrat stellt in seiner Ad Hoc Empfehlung vom 27. März 2020 lediglich fest, dass es, nunja, eben ethisch echt schwierig sei, solche Entscheidungen zu treffen.

Ursprünglich stammt der Begriff der Triage aus der präklinischen Notfallmedizin, wo er eingesetzt wird, wenn es zu einem sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ (kurz: MANV) kommt. In Simulationen von Katastrophenfällen – Terroranschlägen, Zugunglücken, etc. – wird eingeübt, dass es die vordringliche Aufgabe der ersteintreffenden Rettungskräfte eben nicht ist, wahllos Verletzte zu behandeln. Sondern dass der erste Fachmensch am Unglücksort alle zu behandelnden Patient*innen sichtet und mit einem Farbkartensystem in verschiedene Behandlungskategorien einteilt, die die Dringlichkeit der medizinischen Hilfe verdeutlichen. Für diesen Triage-Prozess hat man meist weniger als eine Minute pro Patient*in Zeit.

Die Rationale hinter dieser möglicherweise herzlos anmutenden Methode ist, dass viel mehr Leben gerettet werden können, wenn planvoll vorgegangen wird, als wenn möglicherweise Rettungsressourcen auf Leichtverletzte „verschwendet“ werden. Es ist also ein im Kern utilitaristisches System, in dem Kosten und Nutzen gegeneinander abgewogen werden.

In diesem Sinne ist auch die aktuelle Verteilung des Impfstoffs in Deutschland Ergebnis eines Triage-Prozesses: es wurde in aufwändigen mathematischen Modellierungen berechnet, welche Bevölkerungsgruppen man zuerst impfen muss, um möglichst viele Menschenlebensjahre zu retten.

Auch das ist utilitaristisch, aber es versucht zumindest nach dem Gleichheitsprinzip keinen Unterschied zu machen zwischen dem Leben des jungen und des alten Menschen, oder dem Leben eines dementen oder eines nicht-dementen Menschen.

Denn unser Grundgesetz (und hoffentlich auch unsere ganz persönliche Ethik) kennt keinen Wertunterschied, wenn es um Menschenleben geht. Ein Kinderleben ist so wertvoll wie das Leben eines alten Menschen. Denn der Wert des menschlichen Lebens ist absolut.

Das hilft einem bloß nicht weiter, wenn die Ressourcen knapp sind.

Nach welchen Kriterien haben wohl die Ärzt*innen in Bergamo im März bestimmt, wer die Chance auf Überleben kriegt und wer nicht? Ich will nicht in ihrer Haut gesteckt haben und nehme an, dass jede*r dort nach dem eigenen ethischen Kompass entschieden hat. Und das ist schlecht.

Denn erstens ist es eine Verantwortung, die einen Menschen emotional erdrücken kann.

Und zweitens: selbst wenn viele einen intakten Kompass besitzen, so ist es in diesem ungeregelten System doch regelhaft so, dass den Entscheider*innen die eigene Weltanschauung in die Quere kommt. Und wenn diese Weltanschauung ethisch fragwürdige Elemente enthält, so ist der Schritt schnell gemacht zu:

Offenbar ist Dr. Evil mit seiner Einstellung nicht allein. (Quelle: WDR Lokalzeit)

„Ich behandle keine Alten.“ „Ich behandle keine Frauen.“ „Ich behandle keine Moslems.“ Oder ähnlichen Ideen.

Vielleicht ist deshalb der Skandal dieser Geschichte gar nicht das kleinliche Geraffe des unsäglichen Dr. Evil, sondern die Tatsache, dass es von offizieller Seite vorab keine Überlegungen und keine Anweisungen gab, wie mit eventuellen Resten zu verfahren sei (von denen man durch die Erfahrungen anderer Länder bereits wusste).

Man hat uns mit unserer Triage allein gelassen. Exkurs Ende.]

Wie ging es weiter im Heim?

Nachdem wir all diese Sauereien herausgefunden hatten, waren wir ziemlich sauer auf Dr. Evil und seine Weibsen. Wir wollten auf keinen Fall nochmal mit diesen Menschen Kontakt haben. Es stand ja aber drei Wochen später noch der zweite Impftermin an. Und deshalb haben wir nun unsererseits einen hinterhältigen Plan entwickelt, um die gesamte Entourage loszuwerden. Fight Fire with Fire, sozusagen.

Mit Hilfe meiner küchenpsychologischen Kenntnisse kombinierten wir messerscharf, dass Dr. Evil offensichtlich unter Corona-assoziierten Krankheitsängsten leidet. Also erzählten wir ihm eine im Kern wahre Geschichte etwas überdramatisiert: nämlich dass es einen Covid-Ausbruch im Heim gebe. Es gab zwar tatsächlich eine*n positiv getestete*n Mitarbeiter*in, aber glücklicherweise hatte keine Übertragung auf die Bewohner*innen stattgefunden.

Und unser Kalkül ging auf. Der „Hosenschisser“ (Lindgren) sah ohne Zögern ein, dass es wohl besser wäre, mir und Catherine die Aufgabe der zweiten Impfung zu überlassen. Er würde nur mitsamt seinen Günstlingen vorbeikommen, um denen dann den zweiten Shot zu verabreichen.

Da ausnahmslos ALLE Beteiligten (außer natürlich Dr. Evil und seine böse Gefolgschaft) diese Menschen unerträglich fanden, waren wir nun ein gemütliches, im Hass auf den äußeren Feind geeintes Grüppchen vergnügter Damen und erledigten unsere Aufgabe mit viel Spaß im Rekordtempo. Und diesmal natürlich mit Musik (denn mit Musik geht alles leichter).

Während der Stunde, die Dr. Evil im Heim war (wohlweislich in einem separaten Raum), um die Honoratior*innen seiner Heimatstadt zu beglücken, stand stets eine von uns Wache vor dem Kühlschrank mit dem Impfstoff. Eine Amazone im Kampf gegen das Böse dieser Welt.

Wer bekommt die nächste Impfung?
(Bild von Nataliya Vaitkevich auf Pexels)

Und eine schöne Geschichte mit bitterem Beigeschmack ist, dass wir nicht nur regelhaft sechs, sondern sogar sieben Impfdosen aus jeder einzelnen Ampulle gewinnen konnten. Somit konnten wir unerwartet 40 (!) Menschen zusätzlich impfen. Die Podologin des Heims. Den Ergotherapeuten. Die Seelsorgerin. Den niedergelassenen HNO-Arzt, der oft Bewohner*innen des Heims betreut.

Diese Chance hatten wir beim ersten Mal dank Dr. Evil nicht. Denn er hatte an Silvester die siebten Impfdosen einfach weggeschmissen und nicht mal versucht, sie herauszuholen. 35 verpasste Chancen. 35 Tonnen Schuld auf dem Karmakonto des Dr. Evil.

Vielleicht noch ein Wort zu unserer persönlichen Triage: da wir mit einigen zusätzlichen Impfdosen (allerdings nicht so vielen) gerechnet hatten, haben wir vorab viel diskutiert, überlegt, Listen gemacht und innerhalb dieser Listen priorisiert.

Es war uns allzeit klar, dass auch wir nach subjektiven Kirterien wie Zuneigung oder Wohlwollen triagieren. Mein Mann beobachtete den Prozess und stellte von sich selbst überrascht fest: „Boah, ich merke gerade, ich würde rein nach Sympathie entscheiden.“

Aber so einfach wollten wir es uns nicht machen. Deshalb haben wir die Köpfe zerbrochen, um angemessene Kriterien zu finden, mit denen wir die Gabe rechtfertigen: Risikopersonen (durch erhöhtes Alter), medizinische Gründe (durch schwere Vorerkrankungen), erhöhte berufliche Exposition (medical professionals) waren unsere Kriterien. Außerdem die Überlegung, wie hoch die Chance ist, im „offiziellen“ Triagesystem regulär an eine Impfung zu kommen.

Und so erschien uns die niedergelassene Ergotherapeutin Anfang Sechzig mit Vorerkrankung (die in der offiziellen Priorisierung ganz weit hinten steht) impfwürdiger, als die im Krankenhaus angestellte Onkologin (die ohnehin in den nächsten Wochen durch ihren Arbeitgeber eine Impfung erhalten wird).

Wir haben es also redlich versucht. Das Gewissen ist rein. Und dem bösen Doktor wünschen wir, dass er seine Karmaschulden irgendwann bezahlen muss. Vorzugsweise noch in diesem Leben.

Bild oben von Thirdman auf Pexels

Weiterführende Literatur und mehr

Songauswahl aus unserer Spotify-Playlist

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert